GBS CIDP PNP Landesvorstand Sachsen

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Deutsche Polyneuropathie Selbsthilfe e.V.
Landesverband Sachsen

PEPO Aktuell Sachsen 25/2025

Bericht vom weihnachtlichen Gesprächskreis am 28. November 2025 in Plauen

Bericht: Claus Hartmann Bilder: Deutsche Polyneuropathie Selbsthilfe e.V., SHG Plauen

Seit 2009 führen wir unsere weihnachtlichen Gesprächskreise durch. Daraus ist eine gute Tradition geworden.

Dieses Jahr haben wir an einem Freitag unseren letzten Gesprächskreis des Jahres 2025 im Mehrgenerationenhaus durchgeführt. Die Mitarbeiterinnen der Einrichtung hatten uns bei der Vorbereitung sehr gut unterstützt und viele kamen auch sehr zeitig, um beim Ausschmücken des Raumes noch zu helfen. Pünktlich um 13.00 Uhr konnte ich beginnen und unsere Mitglieder und Gäste aus Thüringen, Bayern und aus dem Vogtland begrüßen. Als Referentin hatten wir von der AOK Plus die Pflegeberaterin Frau Morgner eingeladen.

Das Thema Pflege kommt fast in jeder Familie vor und berührt uns alle. In Sachsen gibt es 2025 etwa 345 000 pflegebedürftige Menschen. 3500 Menschen mit Pflegebedarf versterben monatlich und circa 5000 Versicherte kommen monatlich neu dazu. Im ersten Teil des Vortrages ging es um die Grundlagen der Pflegeversicherung und die Beantragungsverfahren. Im nächsten Abschnitt gab sie eine Übersicht zur Einschätzung der Pflegebedürftigkeit, die Arbeit des medizinischen Dienstes und die Begutachtungssysteme. Ein spannendes Thema und um ehrlich zu sein, schwer überschaubar. Alle Fragen dazu hat Frau Morgner uns mit sehr viel Sachverstand beantwortet.

In der Bewertungssystematik werden Körper, Psyche und Soziales erfasst. Der Begutachter bewertet in allen sechs Bereichen wie gut der Pflegebedürftige die jeweiligen Aktivitäten umsetzen kann. Der Grad der Selbstständigkeit wird dabei in vier Stufen unterteilt. Die sechs Module werden unterschiedlich gewichtet und ergeben dann einen Pflegegrad in fünf Stufen. Ausführlich wurden wir dann über die aktuellen ambulanten und stationären Leistungen der Pflegeversicherung informiert. Dabei ist der Pflegegrad 1 der Einstieg in die Pflegeleistung mit einem begrenzten Leistungsumfang.

Ambulante Leistungen bei Pflegegrad 1 sind:

  • Pflegeberatung Beratungsbesuch durch amb. Pflegedienst
  • zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel, max. 42,00€
  • Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, max. 4180,00 €
  • Entlastungsleistungen, 131,00 € (zusätzliche Betreuungs- und Aktivierungsleistungen)
  • Wohngruppenzuschlag 224,00 €
  • Stationäre Leistungen
  • Zuschuss zur stationären Pflege 131,00 €

In den Pflegegraden 2 bis 5 gibt es dann die Möglichkeiten Pflegegeld oder Pflegesachleistungen in unterschiedlichen Beträgen sowie Tagespflege in Anspruch zu nehmen. Für Kurzzeit – und Verhinderungspflege gibt es seit diesem Jahr ein gemeinsames Jahresbudget von max. 3539,00 €.

Es ist sehr zu empfehlen sich bei der Antragstellung von einem Pflegeberater/in unterstützen zu lassen. Wir alle verfolgten mit großem Interesse diesen Ausführungen und es fand ein reger Austausch dazu statt.

Im letzten Teil des Vortrages gab es noch wissenswerte Informationen zur Pflege, Pflegezeiten, Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen, Pflegekursen und zur Versorgung mit Pflegehilfsmitteln.

Dazu hatte sie uns noch ausreichendes Informationsmaterial bereitgestellt. Nach zwei Stunden waren wir mit viel neuem Wissen ausgestattet und bedankten uns ganz herzlich mit einem kleinen Präsent bei unserer Referentin Frau Annekatrin Morgner. Nach der Verabschiedung und einer kurzen Pause setzen wir unseren Gesprächskreis fort. Bettina Werner informierte über die geleistete Arbeit 2025 und die ersten Termine 2026. Für unsere Gruppenarbeit haben wir dann ebenfalls die Termine abgestimmt und Themenvorschläge besprochen. Alle Teilnehmer erhielten eine Mappe mit den aktuellen Broschüren und Infomaterial. Abschließend konnte ich noch einmal Dankeschön sagen; den Unterstützern bei der Vorbereitung und allen Teilnehmern für die große Spendenbereitschaft. Mit allen guten Wünschen für 2026 haben wir uns dann verabschiedet.

Plauen im November 2025, Claus Hartmann

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schon wieder geht ein Jahr zu Ende und wir fragen uns natürlich, wo die Zeit geblieben ist und was wir geschafft und auch nicht geschafft haben.


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