GBS CIDP PNP Landesvorstand Sachsen

GBS CIDP PNP

Deutsche Polyneuropathie Selbsthilfe e.V.
Landesverband Sachsen

PEPO Aktuell Sachsen 12/2026

Bericht vom Gesprächskreis am 22. Juli 2026 in Plauen

Bericht: Claus Hartmann Bilder: Deutsche Polyneuropathie Selbsthilfe e.V., SHG Plauen

Es ist schon eine gute Tradition geworden einmal im Jahr bei einem Mitglied unserer Gruppe den Gesprächskreis im Garten durchzuführen.

Gastgeber war wie schon die vergangenen zwei Jahre die Familie Schippmann. Der Pavillon war sicherheitshalber wieder aufgebaut, denn die Wettervorhersage war wenig sommerlich.

Wie jedes Jahr trugen viele Teilnehmer etwas zur Versorgung bei und es gab leckere regionale Speisen und ausreichend Getränke . Alle kamen frühzeitig, um bei der Vorbereitung zu helfen.

Als Referenten hatten wir von der DRK Mitteldeutsche Hausnotruf und Service gGmbH in Sachsen und Sachsen-Anhalt den Teamleiter Herrn Mike Löschner gewinnen können.

Das Thema seines Vortrages lautete: Hausnotruf und Mobilruf - Leben. Einfach sicher.

Nach der Begrüßung der zahlreichen Gäste aus drei Bundesländern bedankte sich Frau Mattner bei allen für die Anteilnahme zum Tod ihres Mannes und unseres langjährigen Mitgliedes Karl Walter Oltzsch.

Danach startete Herr Löschner seinen Vortrag zum Hausnotruf. Das DRK bietet gegenwärtig drei Möglichkeiten an. Das Hausnotrufsystem besteht aus einer Basisstation und einem Funksender, der am Handgelenk oder um den Hals getragen werden kann. Per Knopfdurck kann man dann in Not- und Gefahrensituationen in einem begrenzten Gebiet im Haus, Grundstück oder Wohnung über den Funksender einen Notruf auslösen. Das Alarmsignal geht in der 24/7 Rufzentrale ein, welche jederzeit besetzt ist. Die zweite Möglichkeit besteht im DRK MobilRuf für unterwegs. Damit wird man außerhalb der vier Wände begleitet und es wird schnelle Hilfe garantiert, wenn einmal nicht alles nach Plan verläuft. Es sind alle vorher festgelegten Helferkontakte in der DRK 24/7 Rufzentrale hinterlegt.

Auf Wunsch gibt es zum Mobil-Ruf einen Handsender, der in einer zeitlosen Armbanduhr oder einem geschmackvoll designten Schmuckanhänger versteckt ist.

Die dritte Möglichkeit besteht in dem DRK-Notrufarmband. Diese Sicherheitsuhr ist der optimale Begleiter, wenn man sich in seiner Unternehmungsfreude einschränken muss und trotzdem auf der sicheren Seite sein möchte. Durch die Ausstattung mit einer SIM-Karte genügt schon ein Knopfdruck, um bei Bedarf eine Freisprechverbindung zu seinen Angehörigen oder der 24/7 Rufzentrale des DRK aufzubauen.

Dazu bietet die Uhr noch weitere Funktionen an, wie Positionsbestimmung/GPS-Ortung, Telefonie und Chat, Erinnerungsfunktion, Vitalwerte sowie eine Angehörigen-App. Ein weiteres wichtiges Thema war das Schlüsseldepot. Es wird eine anonyme Schlüsselhinterlegung unter hohen Sicherheitsstandards angeboten oder als Alternative ein Schlüsseltresor an der eigenen Wohnung. Herr Löschner informierte auch über die Möglichkeiten von Betreuungsanrufen, der Wohnraumabsicherung, von einmaligen Assistenzeinsätzen und die Servicegarantie. Auch über die Finanzierungsangebote und die Möglichkeiten der Kostenübernahme durch die Pflegekassen.

Nach gut einer Stunde waren dann auch alle Fragen zufriedenstellend beantwortet und mit einem Dankeschön und einem kleinen Präsent verabschiedeten wir unseren Referenten.

Nach einer kurzen Pause haben wir unsere nächsten Termine besprochen und es gab Informationen vom Pflegenetzwerk Vogtland. Außerdem wurde schon Einiges vom Polyneuropathie- Symposium des Landesverbandes Bayern berichtet. Professor Peter Young referierte zum Thema : "Muskeln stärken, Schmerzen reduzieren." Zum nächsten Gesprächskreis werden wir darüber sicher ausführlicher informieren können.

Nach den ausführlichen Informationen haben sich drei neue Teilnehmer vorgestellt und wir konnten wieder einmal neue Varianten der Polyneuropathie kennenlernen. Dabei entwickelte sich ein reger Austausch über Medikamente und Möglichkeiten des Umgangs mit der Erkrankung. Auch die Schließung von einigen Arztpraxen in der Region wurde besprochen. Für Einige von uns ein sehr großes Problem, bekommt man über Nacht auf einmal keine Rezepte für dringend nötige Medikamente oder keine Verordnungen mehr.

Glücklich ohne Regenschauer davongekommen zu sein machten sich alle weit nach 17.00 Uhr wieder auf den Heimweg. Abschließend konnte ich noch einmal Danke sagen; den Gastgebern und allen Unterstützern bei der Vorbereitung und Durchführung unseres Gesprächskreises.

Plauen im Juli 2026

Claus Hartmann

 

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