GBS CIDP PNP
Deutsche Polyneuropathie Selbsthilfe e.V.
Landesverband Sachsen
Am 22. April haben wir unseren ersten Gesprächskreis des Jahres 2026 durchgeführt.
In guter Tradition fand unsere Veranstaltung wieder im Mehrzweckraum des Spiel-Spaß- Kindertreffs statt. Die Unterstützung durch die Einrichtung war wie immer hervorragend. Der Raum war ausgestaltet, die Technik stand bereit und die Versorgung war gewährleistet.
Dazu hatten noch einige Teilnehmerinnen einen Beitrag geleistet. Als Gäste konnte ich neben unseren Mitgliedern aus Bayern und Thüringen auch die Vertreterinnen vom VITAL Verein begrüßen. Als Referentin hatten wir die Frau Katrin Woite, Kundenberaterin der IKK classic eingeladen.
Das Thema des Vortrages lautete: Die elektronische Patientenakte EPA - Nutzen und Vorteile – Inhalte – Datenschutz – EPA-App
Am 15. Januar 2025 ist die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) im sogenannten Opt-out-Verfahren („ePA für alle“) gestartet. Die ePA soll eine Schlüsselrolle in der digitalen Gesundheitsversorgung in Deutschland übernehmen. Die elektronische Patientenakte (ePA) ist der digitale Ordner für medizinische Unterlagen. Sie speichert zentral Befunde, Diagnosen, Röntgenbilder und Medikationspläne. Die Nutzung ist freiwillig, wird jedoch standardmäßig für alle gesetzlich Versicherten angelegt (Optout-Verfahren). Über die Krankenkassen-App bestimmen wir jederzeit selbst, wer welche Daten einsehen darf.
Ein wichtiger Bestandteil der ePA ist die elektronische Medikationsliste (eML), eine chronologische Übersicht aller elektronisch verordneten Arzneimittel eines Versicherten.
Arzneimittel, die per E-Rezept verordnet oder abgegeben wurden, werden automatisch durch den E-Rezept-Fachdienst in die eML eingetragen, seit die ePA der/des jeweiligen Versicherten durch die Krankenkasse bereitgestellt wurde. Die eML enthält wichtige Informationen zur Medikation einer/s Versicherten wie Handelsname, Wirkstoff, Wirkstärke und Dosierung und kann Apotheken, Arztpraxen und Krankenhäusern, die sektorenübergreifende Abstimmung zur Medikation erleichtern. Dies schafft mehr Transparenz und Sicherheit, da auch Patienten mit ihrer ePA-App jederzeit auf ihre Medikationsdaten zugreifen können.
Vorteile der ePA
Was kann in der ePA gespeichert werden?
In der ePA können alle wichtigen medizinischen Informationen und Daten durch alle an unserer Behandlung Beteiligten gespeichert werden. Die ePA ist in verschiedene Dokumentenarten und Kategorien unterteilt. Gegenwärtig kann in der ePA gespeichert werden:
Einstellen können Krankenhäuser und Ärzte ihre Befunde, Diagnosen, Arztbriefe Krankenkassen auf Wunsch Der Versicherte selber Zahnbonushefte, Impfpass, Mutterpass, Notfalldaten oder das Untersuchungsheft für Kinder kann nur durch medizinisches Personal eingestellt werden.
Welche Informationen/ Funktionen bietet die ePA aktuell?
Widerspruchsmöglichkeiten
Die Nutzung der ePA ist eine freiwillige Entscheidung. Ende 2024 wurden alle Versicherten von ihren Krankenkassen per Brief über die Nutzung der epA und die Möglichkeit zum Widerspruch per Brief informiert. Für alle, die nicht widersprochen haben, wurde am 15.01.2025 eine ePA angelegt.
Wie greife ich auf die ePA zu?
Ich benötige eine ePA- App und ganz wichtig ein dazu geiegnetes Smartphone. Jede Krankenkasse hat eine eigene App und das Einrichten bedarf der Unterstützung der Krankenkasse. Nach dem Einrichten habe ich dann die Möglichkeit meine Ärzte und Apotheken aufzunehmen und die Zugriffsmöglichkeiten einzurichten.
Datenschutz
Die Daten sind stark verschlüsselt, und wir als Patienten behalten die alleinige Kontrolle darüber, wer Dokumente einsehen darf. Krankenkassen und Arbeitgeber haben keinen Zugriff. Gegenwärtig bestehen aber von Datenschützern noch datenschutzrechtliche Bedenken an der digitalen Krankenakte.
Persönliches Fazit
Die ePA ist ein nützliches Dokument und wird sich in der Zukunft durchsetzen. Es wird noch weiterentwickelt und neue Teilnehmer wie Logopäden, Ergo- und Physiotherapeuten werden dazukommen. Der Zugang zu meiner ePA hat sich schon vereinfacht und ich finde viele gute Dokumente. Meine Medikamente sind aufgelistet und
die ersten ärztlichen Dokumente eingestellt. Mit dem Einstellen persönlicher Unterlagen tue ich mich noch etwas schwer. Auch das Bearbeiten der E-Rezepte funktioniert gut. Alle aufkommenden Fragen wurden während und nach dem Vortrag ausgiebig von Frau Woite beantwortet. Mit vielen neuen Erkenntnissen ausgestattet haben wir uns bei unserer Referentin Frau Woite mit einem kleinen Präsent bedankt. Im zweiten Teil unserer Veranstaltung gab es Informationen zum Jahres-und Finanzbericht unseres Landesverbandes und über die letzte Vorstandssitzung. Dazu dann noch Informationen über die geplanten Maßnahmen für 2026 im Landesverband und unserer Gruppe. Die restliche Zeit haben wir dann noch genutzt um unsere Erfahrungen auszutauschen.
Abschließend konnte ich noch einmal Danke sagen; den Unterstützern bei der Vorbereitung und allen Teilnehmern für die große Spendenbereitschaft.
Plauen im Mai 2026
Claus Hartmann
Bericht vom Gesprächskreis am 22. April 2026 in Plauen
Bericht vom Gesprächskreis am 24. April 2026 in Annaberg- Buchholz
Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Mitglieder,
das erste Quartal 2026 nähert sich dem Ende. Sehr viel war administrativ zu tun, dazu gehören Jahresabschluss, Kassenprüfungen, Antragstellungen bei den zuständigen Fördereinrichtungen und aufgrund unserer Erweiterung musste auch die Satzung angepasst werden.
Bericht vom Gesprächskreis am 20. März 2026 in Döbeln
Bericht vom Gesprächskreis am 08. März 2026 in Dresden