GBS CIDP PNP Landesvorstand Sachsen

GBS CIDP PNP

Deutsche Polyneuropathie Selbsthilfe e.V.
Landesverband Sachsen

Bericht vom Gesprächskreis am 26.11.2022 in Bautzen

In unseren 2. Gesprächskreis in der Selbsthilfe Kontaktstelle in Bautzen am 26.11.2022 hat uns die Gesundheits- und Ernährungsberaterin Heike Kowalewiez überzeugen können, wie wichtig es ist, dass Richtige zur richtigen Zeit dem Körper zuzuführen. Gesunde Ernährung wirkt jeder möglichen Folgeerkrankung entgegen, welche durch dauerhaftes Zuführen nicht guter Lebensmittel und Getränke auftreten kann.

Gute Lebensmittel sind für Menschen mit Erkrankungen besonders wichtig. Auf dieses Ergebnis kommt man, wenn man darüber nachdenkt, dass im Körper dauerhaft Reparaturprogramme ablaufen. Muss nun die Energie anderweitig in der Verdauung für das Binden und Entsorgen von Schadstoffen verwendet werden, fehlt diese Energie für die Zellen der Reparaturprogramme.

Das wichtigste Lebensmittel ist das Wasser, da der Mensch im Erwachsenenalter zu ca. 80 bis 85 % aus Wasser besteht. Man sollte 30 bis 40 ml pro kg Körpergewicht trinken. Wer Kaffee, Tee, Fruchtsaftgetränke o. ä. trinkt, soll täglich mindestens 500 ml reines Wasser trinken. In den Muskeln wird nur Wasser gespeichert, welches nachts an Gelenke, Bandscheiben abgegeben wird. Ein Zeichen für eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr kann z. B. Müdigkeit sein. Selbst Bluthochdruck wird als eine Folge beschrieben. Wasser dient als Lösungs- und Transportmittel. Also ist das richtige Trinken für jeden, damit auch für PNP-Erkrankte, der erste wichtige Punkt.

Essen ist immer wieder ein sehr interessantes Thema, über was man sich stundenlang unterhalten kann. Dabei lässt sich das Essen in folgende Bestandteile zerlegen: Eiweiße, Fette, Kohlehydrate, Ballaststoffe, Wasser, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente. In unserer industrialisierten und hektischen Zeit geht der Trend immer mehr zu Fertiggerichten und Fastfood. Der Blick auf Zutatenlisten und Inhaltsstoffe sollte uns vom Kauf und Essen abhalten. Selbst zubereiten ist das Beste. Kompromisse kann man da aber eingehen, wenn man z. B. bei einem Suppenfond auf entsprechende Qualität und die Zutatenliste achtet. Regional, saisonal, abwechslungsreich, frisch sollten die Lebensmittel sein, welche auf unseren Tischen landen. Diese Lebensmittel besitzen noch natürliche Vitamine, welche Industrienahrung durch das Erhitzen nicht mehr haben kann.

Eine wichtige Rolle bei der Ernährung spielen die Fette. Fette sollten 30% als Bestandteil des täglichen Speiseplanes nicht übersteigen. Ein wichtiger Inhaltsstoff für den Aufbau von Hormonen und Zellwänden sind die Fettsäuren. Fette versorgen uns mit wichtigen fettlöslichen Vitaminen. Eine gute Wahl ist das Leinöl.

Jedes Essen hat Einfluss auf den Säure-Basen-Haushalt. Säuren entstehen durch den Stoffwechsel und werden problemlos ausgeschieden wenn genügende basische Minerale verfügbar sind. Fehlen diese auf Dauer, können die gebildeten Säuren nicht gebunden und abtransportiert werden, verbleiben sie im Körper, übersäuern wir und werden krank.

So viel über Essen gesprochen werden kann, so darf auch die Zeit des nicht essens nicht vergessen werden. Lebensmittel haben unterschiedliche Verweilzeiten im Magen. Damit der Insulinspiegel wieder ausgeglichen werden kann, sollten Essenspausen von mindestens 3 Stunden eingelegt werden.

Fazit: Wir essen oft zu schnell sowie die falschen Sachen zur falschen Zeit. Verdauung beginnt im Mund. Richtig kauen ist ganz wichtig.

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