GBS CIDP PNP Landesvorstand Sachsen

GBS CIDP PNP

Deutsche Polyneuropathie Selbsthilfe e.V.
Landesverband Sachsen

Bericht vom Gesprächskreis am 11.05.2023 in Zwickau

Am Donnerstag den 11.05.2023 fand um 14.00 Uhr unser 2. Gesprächskreis in den Räumen der KISS Scheffelstrasse 42 in Zwickau statt.

Da sich an diesem Donnerstag immer die Selbsthilfegruppe chronischer Schmerz trifft, beschlossen wir diesen Gesprächskreis zusammen zu gestalten. Es ging um einen Erfahrungsaustausch von Betroffenen mit chronischen Schmerzen. 24 Teilnehmer folgten unserer Einladung.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Lutz Brosam und Kerstin Händel , ließen sich alle den Kaffee und selbst gebackenen Kuchen schmecken.

Anschließend referierte Herr Brosam in einem Video-Vortrag über „Chronische Schmerzen bei Polyneuropathie“.

Chronische Schmerzen beeinträchtigen die Lebensqualität jedes Menschen. Sie beginnen meist mit akuten Schmerzen aufgrund einer Verletzung oder Krankheit. Aus ihnen entwickeln sich in einigen Fällen mit der Zeit chronische Schmerzen, die auch nach Heilung der ursächlichen Gewebeschädigung bestehen bleiben. Als chronischen Schmerz bezeichnet man Schmerzen, die mindestens 3- 6 Monate immer vorhanden sind oder häufig wieder- kehren und den Patienten dadurch in seiner Beweglichkeit, Funktion, Befindlichkeit, Stimmung, Denken und sozial beeinträchtigen.

Der Schmerz ist das vorherrschende Leitsymptom, dieser wird oft von weiteren Beschwerden begleitet wie : Schlafstörungen, Appetitmangel, gesteigerter Reizbarkeit und depressiver Verstimmungen. Zudem bedeutet das oft Einschränkungen im Beruf , Alltag und bei der Freizeitgestaltung. Ein chronisches Schmerz-Syndrom entsteht aus akuten Beschwerden. Anhaltende Schmerz-Reize lassen die Nervenzellen mit der Zeit immer empfindlicher auf die Reize reagieren, das heißt die Schmerz-Schwelle sinkt. Die wiederholten Schmerz-Reize hinterlassen Schmerz-Spuren und es entwickelt sich ein Schmerz-Gedächtnis. Patienten nehmen schon geringste Schmerzreize oder Berührungen als Schmerzen war. Dadurch erhöht sich auch der Schmerzmittelverbrauch. Die Nervenzellen senden manchmal von sich aus Schmerz-Signale an das zentrale Nervensystem obwohl die ursprüngliche Ursache der Schmerzen schon längst abgeheilt ist. Es tut trotzdem noch weh, obwohl es keine organische Ursache mehr dafür gibt.

Hier einige Risikofaktoren für eine Chronifizierung der Schmerzen:

  • anhaltende psychovegetative Spannung (jemand steht ständig unter Strom)
  • länger andauernde Stress oder Schmerzerfahrungen in der vorherigen Lebensgeschichte
  • Angst und Depressionen in der Vorgeschichte
  • schmerzkranke Angehörige in der Familie - Neigung zum“ Katastrohen Denken“ (stellt sich immer das Schlimmste vor)
  • ständiges Ignorieren von Belastungsgrenzen
  • unzureichende Schmerzbehandlung zu Beginn der Schmerzen
  • kein Sprechen über die Schmerzen
  • familiäre Konflikte
  • soziale Probleme im Umfeld oder finanzielle Schwierigkeiten
  • Rentenbegehren

Im Anschluss wurde die Entstehung, Diagnostik und Therapie von speziellen Nervenschmerzen sowie der Aufbau und die Funktion der Nervenzellen und des Nervensystems erläutert. Dieser Vortag war in unserer Gruppe schon bekannt, aber die Teilnehmer der chronische Schmerzgruppe konnten sich ein paar neue Informationen mitnehmen. Zum Schluss berichtete ein Teilnehmer über seine Therapie mit einer Schmerzpumpe. Danach gab es noch eine kleine Gesprächsrunde , wo wir 2 neuen Teilnehmern wichtige Hinweise bei der Arztsuche und Erfahrungen mit Medikamenten geben konnten. Dabei erfuhren wir auch etwas über die Therapie mit TCM .

Es war wieder ein gelungener Nachmittag.

Vielen Dank an Lutz Brosam für seinen interessanten Vortrag und großen Dank an Kerstin Händel sowie allen Helfern und Kuchenbäckern, die den Nachmittag mit ausgestaltet haben.

Kerstin Brand (Text)
Lutz Brosam (Bilder)
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