GBS CIDP PNP Landesvorstand Sachsen

GBS CIDP PNP

Deutsche Polyneuropathie Selbsthilfe e.V.
Landesverband Sachsen

Bericht über den Gesprächskreis am 12.03.2022 in Dresden

Diesmal trafen wir uns in der Seniorenbegegnungsstätte Friedrichstadt auf der Alfred-Althus-Straße in Dresden. 13 Betroffene kamen zusammen.

Frau Franziska Stöckel, Apothekerin aus der Süd-Apotheke, hatte auf meine Anfrage, im Gesprächskreis über das Thema Schmerzmittel zu referieren, spontan zugesagt. Gut vorbereitet begann sie ihre Ausführungen mit der Erläuterung der verschiedenen Wirkstoffe von Schmerzmitteln. Im Weiteren kamen auch die unerwünschten Wirkungen, sprich Nebenwirkungen, zur Sprache. So erfuhren wir, dass Ibuprofen Magen- und Nierenprobleme verursachen kann, Paracetamol zu Leberschädigungen führen kann, Antikonvulsivum-Präparate wie Gabapentin Schläfrigkeit und Kopfschmerzen verursachen und Antidepressiva fast immer zu Mundtrockenheit führen. Aber auch über ein Kuriosum sprach Frau Stöckel. So wusste sie zu berichten, dass der Wirkmechanismus von Paracetamol seit 100 Jahre nicht vollständig erforscht ist. Man weiß, es wirkt, aber man weiß nicht genau wie. Zum Schluss gab es noch Informationen zu Opioiden. Das Procedere bis zu einer genehmigten Therapie ist sehr aufwendig. Diese Mittel bürgen die Gefahr einer Toleranzentwicklung und Abhängigkeit. Auch führen sie fast immer zu Verstopfungen, so dass meist auch ein Mittel gegen diese unerwünschte Wirkung mitverschrieben wird. Wichtig ist, Rezepte für Opioide sind grundsätzlich nur 7 Tage gültig. Das war alles sehr interessant.

Kompetent und gut verständlich beantwortete Frau Stöckel alle Fragen der Teilnehmer. Mit einem großen Dankeschön verabschiedeten wir uns von Frau Stöckel.

Im anschließenden Erfahrungsaustausch war das vorherrschende Thema die Versorgung des Körpers mit den notwendigen Nährstoffen. Empfohlen wurde die Ermittlung des Vitaminstatus z.B. beim Allg. Arzt und eine darauf abgestimmte Substitution. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann auch seinen DNA-Status ermitteln lassen. Im Internet findet man entsprechende Anbieter. Im Ergebnis erhält er eine individuelle Ernährungsempfehlung.

Nach 2 Stunden regen Austausches ausgefüllt mit interessanten Details und informativen Gesprächen verabschiedeten wir uns. Unser Marienkäfer war gut gefüllt. Hierfür ein DANKESCHÖN an alle Teilnehmer.

Heike Busch

Ansprechpartner Dresden
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