GBS CIDP PNP Landesvorstand Sachsen

GBS CIDP PNP

Deutsche Polyneuropathie Selbsthilfe e.V.
Landesverband Sachsen

73. GBS CIDP Gesprächskreis Sachsen im ASB Objekt "Am Sonnenpark" in Leipzig

Vortrag zum Thema "Trauerbegleitung"

Zum ersten diesjährigem Gesprächskreis in Leipzig, am Sonnabend den 24.03.2018, waren die Einladungen zu einem Vortrag zum Thema "Trauerbegleitung" verschickt. Leider waren der Einladung nur wenige Betroffene gefolgt. Die Grippewelle, das bevorstehende Osterfest und die kalten Temperaturen waren vielleicht ein Grund dafür. Trotzdem ging es pünktlich los! Zuerst informierte Herr Steffen Röthig, regionaler Ansprechpartner, zu weiteren Themen in Gesprächskreisen 2018 sowie über die Arbeit im Landesverband.

Danach wurde durch Frau Trajkovits eine mit viel Liebe und Informationsmaterial gestaltete Gesprächsrunde vorbereitet.

Frau Katrin Trajkovits, Pädagogin und Trauerbegleiterin, referierte zu Inhalten wie:

  • Raum für Erinnerungen und Rituale
  • Trauer, Wut, Hilflosigkeit in Liebe verwandeln
  • Zeit zum Reden, Schweigen, Begreifen

Alle Gesprächsteilnehmer öffneten sich und sprachen über eigene Berührungen mit Schmerz und Trauer und ihren Anstrengungen zur Teilhabe und Bewältigung von Trauer.

Die Referentin stellte ein Modell der Trauer (z.B. Verena Kast) vor:

  • Nicht-wahrhaben wollen / Schock (geht mich nichts an, sich verstecken, treiben lassen, Aktionismus ...)
  • Aufbrechende Emotionen (Wut, Zorn, Schuld, Angst, Liebe, Dankbarkeit, Trauer …)
  • Suchen und sich trennen / Vorschau und Rückschau (Erinnerungen, Sortieren …)
  • Neuer Selbst-und Weltbezug / Zustimmung / Reorganisation (wie geht es weiter? Leben ohne ihn / Sie, neue Möglichkeiten …)

Mit einem Leitfaden zum Umgang mit der Trauer bereicherte und steuerte die Referentin unseren Gesprächskreis. Mittels hilfreicher Rituale findet wohl jeder eine persönliche Strategie. So brauchen Menschen:

  • Austausch zu diesem schwierigen Themen Abschied und Trauer
  • Eigene Erfahrungen mitteilen, zuhören, Informationen geben
  • Zeit für eigene Schritte in der Trauer
  • Gelegenheit für Fragen, Reden, Erinnern, Gefühle
  • Ausdrucksmöglichkeiten wie Schreiben, Malen, Schweigen, Singen, Kerze anzünden, Spaziergang in der Natur, Friedhof, Gedenkplatz
  • Hilfreiche Rituale selbst finden
  • Mut zu Gefühlen wie Angst, Wut, Schuldgefühle
  • Geregelter Tagesablauf gibt Halt
  • Was brauche ich?
  • Mut über das Thema zu sprechen - Unsicherheit gehört dazu
  • Was kommt nach dem Tod? - Zeichen "Erlauben"

Trotz der sensiblen Thematik dieses Gesprächskreises war die Zusammenkunft nachdenklich, warmherzig und kontaktfreudig.

Wir danken Frau  Trajkovits und empfehlen das Referat weiter.

Steffen & Christine Röthig
Landesverband Sachsen

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